Skilager Heubach 2026 ▶
Voller Vorfreude warteten die 7. Klassen am Montagmorgen auf ihren Bus ins weiße Abenteuer.
Nach eineinhalb Stunden Fahrt kamen wir in Heubach an und bezogen aufgeregt unsere Zimmer
bzw. Bungalows. Mit Skisachen ausgerüstet, liefen wir die zwei km zur Skiarena. Wir benötigten
viel Geduld und starke Nerven, bis alle 63 Kinder mit passenden Stiefeln, Helmen und Skiern
auf der Piste standen. Nun wurde es ernst. Die drei Skilehrer bereiteten uns auf die ersten
Bewegungen im Schnee vor. Zwischen unseren Anfängern versteckten sich einige Naturtalente,
die scheinbar mühelos die Technik anwenden konnten. Andere hatten große Probleme, überhaupt
ihre Körperspannung zu halten. Am Ende des Nachmittags hatte sich die Anstrengung gelohnt.
Selbst einige Anfänger konnten schon die große Piste fahren. Völlig erschöpft, aber zufrieden,
kehrten wir in unsere Unterkunft zurück.
Felicitas, Carlotta und Fanny
Am 10.2. wurden alle mit energischem Klopfen oder lauter Musik von Herrn Radli um
7:30 Uhr aus den Betten gescheucht. So konnten wir pünktlich 8:30 Uhr frühstücken,
weil wir bereits 9:20 Uhr fertig angezogen und eingemummelt vor den Klassenleitern
stehen mussten, um loslaufen zu können. Wir waren uns alle einig, einen zweiten
ganzen Tag auf der Piste zu überleben. Nach einer gefühlten Ewigkeit kamen wir an
und waren diesmal wesentlich schneller mit dem Anziehen, da wir wussten, wie es geht
und uns langsam auf die Abläufe einspielten. Um Punkt 12 Uhr gab es dann Mittagessen
in der Skihütte. Aufgetischt wurden Spinat und Kartoffelbrei mit Rührei. Viele
verschlangen das Essen. Andere zogen ihre Schuhe aus, da es anstrengend gewesen ist,
solange auf den Skiern zu stehen. Doch nicht lange durften wir ruhen. Nachdem wir uns
gestärkt hatten, ging es wieder auf den Berg, wo Arne beschloss eine Lawine zu werden
und jeden mitriss, der auf der Piste war. Egal, ob sie im Weg standen oder nicht. Nach
16 Uhr traten wir froh, leichtbeschuht zu sein, den Rückweg an. Mit einem lustigen
Spieleabend beendeten wir den Tag und freuten uns auf die Betten.
Emilia Hahn, 7a
Als wir gegen 7.30 Uhr erneut mit lauter Musik geweckt wurden, regnete es
leicht vor sich hin. Nach dem Frühstück regnete es noch immer, aber das hielt
uns nicht davon ab, in die Skiarena zu laufen.
Die Vorbereitungen zum Skifahren liefen so super, als hätten wir nie etwas
anderes getan. Trotz der Niederschläge waren die Bedingungen für den
Wintersport gut. Heute hatten wir einen zusätzlichen Skilehrer, sodass wir in
fünf Gruppen lernen durften. Jeder verbesserte sich und fast alle Kinder
konnten nun das „Kinderland“ verlassen und auf dem großen Hang üben.
Unsere Hoffnungen auf ein Regenende erfüllten sich nicht – der Dauerregen
durchnässte langsam unsere Kleidung. Zum Mittagessen trockneten wir uns
etwas in der Skihütte, bevor es wieder zurück auf die Piste ging.
Nach kleinen Pausen zum Aufwärmen und heißem Tee griffen wir erneut an
und eroberten fast unablässig den Hang, so wie Tjorve. Frau Schulze meinte
besorgt, er solle eine Pause einlegen. Darauf reagierte er mit den Worten:
„Pause machen bringt nichts, weil meine Klamotten komplett nass sind.“ Fast
alle hielten bis 15.00 Uhr durch und hatten großen Spaß am Skifahren.
Lennet, Valerio und Leonas
Nach dem Wecken zeigte der Blick aus dem Fenster Dauerregen. Das war überhaupt kein Skiwetter. Nach dem Frühstück beschlossen die Lehrer, erst einmal den Theorieunterricht zu absolvieren und mit einem Test abzuschließen. Gegen 10:30 Uhr hörte der Regen schließlich auf und wir liefen endlich zur Skipiste. Routiniert gaben wir die Skier aus, zogen unsere Schuhe an, begaben uns in unsere Gruppen und los ging die Fahrt. Einige wenige nutzten noch einmal die Chance, mit dem Skilehrer zu üben. Wir durften in kleinen Gruppen selbstständig den großen Hang abfahren und nach Abmeldung Pausen einlegen. In diesen wärmten wir uns mit heißem Tee auf. Nach einem späten Mittagessen mit Nudeln und Tomatensoße fuhren wir im einsetzenden Regen weiter bis 15:30 Uhr. In dieser Zeit wendeten wir alles neu Erlernte an und hatten jede Menge Spaß auf der Piste – trotz des Nebels und des Regens. Nach der Abgabe der Skiausrüstung kauften sich viele, obwohl sie bis auf die Haut nass waren, ein Eis als krönenden Abschluss.
Gegen 7:00 Uhr wurden wir zum letzten Mal lautstark durch Herrn Radli
geweckt. Wie werden wir das vermissen! Schnell wurden letzte Sachen in die
Koffer gepackt und die Zimmer ordentlich und besenrein hinterlassen.
Nachdem alles fertig kontrolliert war, begaben wir uns gegen 10:00 Uhr zum
Bus, der uns nach Gebesee zurückbrachte. Diese Klassenfahrt hat die 7. Klassen
als Jahrgang zusammengeschweißt und bleibt unvergessen.
Marleene, Laura, Milena und Martha
Skilager 9-11 ▶
Der Tag begann unsanft um 6:00 Uhr – eine gnadenlose Wecksirene,
begleitet von starkem Klopfen durch U. Bindel, riss auch den letzten
Tiefschläfer aus den Träumen. Um 7:10 Uhr folgte das pünktliche Frühstück –
mit fünf Minuten Verspätung, wodurch uns ganze zehn Minuten blieben,
um das Essen in rekordverdächtigem Tempo zu verspeisen.
Anschließend ein hektischer Aufbruch zum Skiverleih, fest entschlossen,
das Schlamassel vom letzten Jahr unter allen Umständen zu vermeiden.
Bis 8:30 Uhr war schließlich das volle Equipment organisiert, angezogen
und halbwegs sortiert. Der Aufbruch mit dem Skilift verschob sich um zehn
Minuten nach hinten – statt 8:30 Uhr ging es um 8:40 Uhr los in Richtung Vals.
An der Zwischenstation wurde eine Aufwärmung eingelegt, vermutlich zur mentalen
wie körperlichen Vorbereitung auf das Kommende.
In Vals erwartete uns ein dezent starker, definitiv zu langer Aufstieg
einer Skipiste – als erster Versuch zur Wiedereingewöhnung allerdings ein ambitionierter Start. Danach erfolgte die Aufteilung in Gruppen: vom erstmaligen Erlernen des Skifahrens bis hin zu einem olympianahen Fahrverhalten war alles vertreten.
Der Crash des Tages blieben nicht aus: P., mindestens fünfjähriger Skiprofi,
fiel spektakulär vom Tellerlift – ausgelöst durch einen kleinen Huckel mit offenbar großer Wirkung.
Punkt 12 Uhr fand sich die Truppe in der Sportbar bei der Tennishalle ein,
wo Nudeln mit Tomatensoße und einer eher sparsamen Käseverteilung serviert wurden –
ausreichend, um neue Kräfte zu sammeln.
Daraufhin ging es weiter ins Jochtal – bekanntlich auf einem Berg gelegen. Dort
folgte der Genuss eines genialen Ausblicks auf die Dolomiten: wolkenloser Himmel, gigantisch viel Sonnenschein und die leise Hoffnung auf möglichst wenig Sonnenbrand.
Es ging durch den Funpark, über huckelige Tunnelpisten, mit Einklatschen auf
angedeutete Hände und ein, zwei Unfällen – jedoch ohne erwähnenswerte Vorkommnisse.
Eine spannende Reise führte anschließend vom Jochtal zum Gitschberg – über Berg und Tal, versteht sich.
Alle, insbesondere Gruppe N., stillten ihren großen Hunger mit Kaiserschmarrn,
„alkoholfreiem“ Radler, Germknödel sowie heißen Schokoladen – mit und ohne Sahne.
Gruppe M. hingegen kam deutlich zu spät, obwohl sie es angeblich „hurtig“ machen wollte.
Ein Großteil der Truppe fuhr noch auf den Gitschberg hinauf, wo sich über den sulzigen
Schnee beschwert wurde. Die Talabfahrt meisterten schließlich fast alle ohne Unfall –
lediglich mit kleinen Malheuren im Endspurt.
Nach der Skiabgabe und einer Wanderung durch 40 cm hohen Schnee erreichte die Truppe,
die sich nicht fahren ließ, gemeinsam mit L. und dem legendären Zimmer 206 heil die
Unterkunft. Die verbleibende Menge entschied sich für die komfortablere Variante und
fuhr mit dem Auto zurück.
Der Tag begann entspannt um 7:00 Uhr – ganz ohne störende Weckerufe, was für gute Laune am
frühen Morgen sorgte. Punkt 7:30 Uhr erschien die Truppe geschlossen zum Frühstück, diesmal
ohne Zeitdruck und mit halbwegs geordnetem Ablauf.
Kurz darauf erfolgte der Aufbruch mit dem Huhn- und dem legendären Bindel-Mobil zum Skiverleih.
Bis 8:00 Uhr war alles organisiert, Schuhe geschlossen, Helme gerichtet – bereit für den Skitag.
Und tatsächlich: Pünktlich um 8:30 Uhr startete die Gruppe mit den Gondeln in Richtung Vals.
Allerdings nicht alle mit demselben Ziel. U., A. und N. stiegen „ausversehen“ in die falsche
Gondel und fanden sich plötzlich auf dem Weg zum Gitschberg wieder – ein Navigationsfehler
mit landschaftlichem Mehrwert.
Nach einer ersten Fahrt über die Piste zog es die Truppe weiter ins Jochtal. Dort fuhr man
unfallfrei bis zum Gipfelkreuz am Steinermandl, wo eine ausgiebige Selfie- und Fotosession
stattfand. Diese ging nahtlos in eine hitzige Schneeballschlacht über, die sowohl sportlichen
Ehrgeiz als auch kindliche Begeisterung offenbarte.
Nach dem Genuss der atemberaubenden Aussicht teilten sich die Schüler in neu gemischte Gruppen
auf. Vom Winde verweht fuhren sie in unterschiedliche Richtungen und arbeiteten neben dem
„einfachen“ Skifahren gezielt an Stockeinsatz, Körperhaltung und Skistellung.
Crash des Tages:
Der Skigott persönlich stürzte fatal beim Rückwärtsgang – ein Moment, der die Naturgesetze
neu definierte. Ihm musste aufgeholfen werden, was seine göttliche Aura jedoch nur minimal trübte.
Durch unverschämtes und unzivilisiertes Verhalten von T. sah sich der Skigott gezwungen,
drastische Maßnahmen zu ergreifen: Der Skipass wurde entzogen und die disziplinarischen
Konsequenzen folgten prompt.
Beinahe alle Schüler bestritten die Talabfahrt vom hochgelegenen Jochtal nach Vals erfolgreich.
Besonders bemerkenswert: Die Anfänger der Gruppe S. wurden von ihrem Gruppenführer offiziell
zu Fortgeschrittenen gekürt – ein sportlicher Ritterschlag.
Das Mittagessen in der Tennishalle stellte sich im Vergleich zur wässrigen Kartoffelsuppe des
Vorabends als wahrer Segen heraus. Die Stimmung besserte sich noch weiter.
Anschließend wurden die disziplinarischen Sanktionen für T. umgesetzt: Er musste fortan in der
Gruppe S. fahren, was für ihn mehrere längere Wartezeiten bedeutete – sehr zu seinem Missfallen.
Nach dem Mittagessen fuhren alle Gruppen erneut ins Jochtal. Bis 15:00 Uhr wurde dort gefahren,
trainiert und optimiert. Danach begaben sich – bis auf Gruppe N. – alle anderen Gruppen zur
genüsslichen Erholungspause auf die Gitschhütte. Gruppe N. hingegen blieb im Jochtal bei der
Anratter Hütte.
Kulinarisch wurde einiges geboten: Kaiserschmarrn, Krautsalat, Apfelstrudel, Pommes mit Ketchup,
Tiramisu und Skiwasser sorgten für neue Energie.
Die Gruppen B., H., M. und S. mischten sich anschließend etwas durch und fuhren gemeinsam im
Bereich des Gitschbergs. Dort meisterten sie unter anderem souverän die schwarze Piste. Gruppe N.
nutzte derweil weiterhin die Funparks und ebenfalls die schwarzen Pisten im Jochtal bis in den
späten Nachmittag hinein, bevor auch sie sich Richtung Gitschberg begab.
Zweiter Crash des Tages:
C. nahm im Funpark Anlauf auf eine Rampe, verfehlte diese jedoch mit einem Ski – fuhr dennoch darüber,
verlor beide Ski und legte eine beeindruckende Rolle hin. Artistisch wertvoll, sportlich ausbaufähig.
Zum Abschluss bestritten nahezu alle Gruppen die Talabfahrt vom Gitschberg bis zum Skiverleih
erfolgreich. Einzig L. wurde mit dem Schneemobil bis zur Mittelstation gefahren, da die Lifte
bereits außer Betrieb waren – ein exklusiver Abgang zum Tagesende.
Der Ablauf des Morgens bis zum Skiverleih gestaltete sich wie gewohnt – routiniert, eingespielt
und ohne nennenswerte Zwischenfälle. Auch heute startete die Gondel pünktlich um 8:30 Uhr in Richtung Gitschberg.
Bereits bei der wackeligen Auffahrt wurde jedoch deutlich, dass dieser Tag kein gewöhnlicher
werden würde. Oben angekommen erwarteten die Truppe kräftige Böen und dichte Schneewehen.
Das Wetter zeigte sich von seiner scheußlichen Seite. Gondeln und Lifte stellten auf dem Gitschberg
zeitweise ihren Betrieb ein, was die Hoffnung der Gruppe jedoch nicht sofort dämpfte – vielleicht,
so dachte man, würden sich die Anlagen im Laufe des Tages wieder fortbewegen.
Vorerst blieb jedoch nur eine Option: die Talabfahrten. Nach mehreren Fahrten und zunehmend schlechter
werdenden Bedingungen auf den Strecken entschieden sich die Gruppen N., B. und S. am Brunner gezielt
für die anstehende Leistungskontrolle im Kurvenfahren zu üben.
Die Gruppen M. und H. blieben vor Ort und nutzten die schwierigen Bedingungen, um ihre Fahrfähigkeiten
auf ein neues Niveau zu festigen – stets mit dem Ziel, im Fach Sport mit guten Noten zu punkten.
Crash des Tages:
P. und T. beschlossen, die Theorie des Skigottes einem Praxistest zu unterziehen. Mit Höchstgeschwindigkeit
rasten sie die Piste hinunter – und beendeten ihre Fahrt durch eine spektakuläre Kollision mit dem Boden.
Beide Skier wurden dabei von sich geschleudert. Trotz des dramatischen Auftritts überstanden sie das
Experiment glücklicherweise verletzungsfrei.
Das unangefochtene Highlight des Tages folgte zur Mittagszeit bei Ferdinand im Bergrestaurant am Gitschberg.
Von Pizzen über Nudeln bis hin zu Germknödeln und Suppen war kulinarisch alles geboten – ein willkommener
Kontrast zum tobenden Wetter draußen.
Nach dem Mittagessen stand gruppenweise die Leistungskontrolle an. Gruppe N. verzichtete bewusst auf lange
Wartezeiten und nutzte die Zeit stattdessen für eine weitere Talabfahrt, bevor sie schließlich als letzte
Gruppe ihre Kontrolle absolvierte.
Glücklicherweise nahmen Gondeln und Lifte im weiteren Verlauf des Nachmittags den Betrieb wieder auf. Bis
zur Pause auf der Pichlerhütte teilten sich die Gruppen erneut auf. Gruppe N. entschied sich trotz starkem
Wind und anhaltender Schneefälle für mehrere Abfahrten vom Gitschberg. Die übrigen Gruppen setzten auf das
„einfachere“ Fahren und feilten intensiv an ihren Choreographien.
Auf der Pichlerhütte angekommen, stärkten sich viele mit Tiramisu und Kniekiechler, während andere zu Apfelstrudel
griffen – eine wohlverdiente Pause im Schutz der Hütte.
Nach der Pause fuhren die Gruppen N. und H. gemeinsam mit dem Skigott ein letztes Mal auf den Gitschberg hinauf,
um eine abschließende Abfahrt zu genießen. Die erhoffte Aussicht blieb aufgrund des Wetters aus. Gruppe M. hingegen
nutzte die verbleibende Zeit, um erneut die Pisten hinunterzufahren, eine Weile auf dem Spielplatz am Gitschberg zu
tollen und weiter an ihren Choreographien zu arbeiten.
Zum Abschluss meisterten alle Gruppen unfallfrei die Talabfahrt bis zum Skiverleih – mit einer einzigen Ausnahme:
Der „Raser-lõs“ wagte einen Sprung, musste jedoch im Pulverschnee einen Sturz einfangen. Auch dieser Zwischenfall
endete glimpflich und rundete einen wettertechnisch herausfordernden, aber sportlich erfolgreichen Skitag ab.
Der Morgen verlief wie gewohnt: Aufstehen um 7:00 Uhr, Frühstück um 7:30 Uhr. Um 8:00 Uhr
ging es wie an den vorherigen Tagen geschlossen zum Skiverleih in Meransen. Nachdem die
Gondeln erneut pünktlich um 8:30 Uhr starteten, durfte die Truppe die frisch präparierten
Pisten des Gitschbergs genießen.
Zum Aufwärmen wurde eine wilde Bärenjagd veranstaltet, bei der sich die letzten müden
Beine in Bewegung setzten. Anschließend gewöhnten sich die Schüler mithilfe der Talabfahrt
an ihre Skier und die Gegebenheiten der Pisten.
Darauf folgte der zweite Versuch der Leistungskontrolle. Wie bereits am Vortag vollführten die
Gruppen ihre Kurven mit besonderem Augenmerk auf die Hoch-Tief-Bewegung, den gezielten Stockeinsatz
und das saubere Umkanten der Skier.
Nach dem Stress der Kontrolle entspannten die Gruppen individuell mit weiteren Abfahrten,
solange der Schnee noch nicht von den hohen Temperaturen aufgeschmissen und sulzig wurde.
Nebenbei übten mehrere Gruppen intensiv für ihre anstehenden Choreographien, die laut spontaner
Verkündung des Skigottes am nächsten Tag benotet werden sollten.
Das Mittagessen im Bergrestaurant bei Ferdinand verlief ausgesprochen fröhlich. Die fantastischen
Speisen sorgten für heitere Stimmung und neue Energie Anstrengungen des Vormittags wurden schnell
vergessen.
Gut gestärkt bereiteten sich die Gruppen anschließend auf die Leistungskontrolle im Bremsen vor.
Gruppe N. entschied sich jedoch, den Speed-Track einer roten Piste mit der Stoppübung zu verknüpfen –
eine ambitionierte, wenn auch fragwürdige Idee.
Crash des Tages:
M. erreichte beim Bremsversuch stolze 58 km/h. Zwar stand er zunächst, doch die eigene Geschwindigkeit
wurde ihm zum Verhängnis: Er flog über seine Skier hinweg und riss dabei noch einen Skistock um.
C. setzte noch einen drauf. Mit 57 km/h schoss er den Speed-Track hinunter, verlor beim Bremsen einen Ski,
rollte weiter auf M. zu – der mindestens fünf Meter entfernt stand – und nahm dabei auch noch den Stock
seines Gruppenführers mit, welcher sich deutlich verbog. Eine physikalische Meisterleistung mit künstlerischer Note.
Trotz dieser spektakulären Einlagen bestritten alle die Leistungskontrolle des Bremsens mit Bravour,
wenngleich einige Schüler ihre persönliche Sturzanzahl merklich erhöhten.
Im Anschluss übten die Gruppen erneut an ihren Choreographien oder sammelten fleißig weitere Pistenmeter
bis zur Nachmittagspause. Diese wurde größtenteils in der Nesselhütte verbracht – außer von den Spezialisten
der Gruppe N., die sich bereits zum zweiten Mal aus der Truppe ausklinkten und ihre Pause erneut in der Pichlerhütte genossen.
Während Gruppe N. direkt nach ihrer Pause die Abfahrt zur Skirückgabe antrat, blieben die anderen Gruppen
noch etwas länger auf dem Gitschberg und genossen die letzten Sonnenstrahlen des Tages – auch wenn der
Schnee in seiner mittlerweile sulzigen Konsistenz sportlich einiges abverlangte.
Tag 5 startete wie normal mit Frühstück, Skiverleih und dem frischen Gitschberg bzw. Vals.
Bis zum Mittagessen übten alle Gruppen an ihren meisterhaften Choreographien bzw. fuhren für
ihre Pistenmeter oder versuchten ihre eigene Höchstgeschwindigkeit zu toppen.
Crash des Tages:
J. verlor einen ihrer Skier, als sie auf dem Gitschberg in den Rückwärtsgang rutschte.
Dieser schlitterte die halbe Piste hinunter, bis er schließlich durch eine heldenhafte
Rettungsaktion einer Fremden zum Stehen kam.
Im Anschluss war M. so selbstbewusst und wollte seinen Pistenrekord mit einem Schuss
im Endstück der Piste brechen. Er fuhr diesen Schuss und wurde durch seine Breitbeinigkeit
in der Senke zum nächsten Lift zu Boden gerissen, überstand dies jedoch bis auf eine
verbogene Bremse heil.
Gruppe N. entschied sich für eine Kakaopause bei der Gitschhütte. Als diese zum Ende kamen,
trafen noch die Anhänger der Gruppe M. ein, um es ihren Vorgängern gleichzumachen.
Nach mehreren Abfahrten und Übungen trafen sich alle Gruppen schließlich wieder im genialen
Bergrestaurant zu einer Auswahl fabelhafter Speisen.
Nach dem Mittagessen standen für die Gruppen jeweils erst ihre Generalprobe der Choreographie
an und im Anschluss wurden diese von den Skilehrern gefilmt sowie von M. und dem Skigott
höchstpersönlich begutachtet und bewertet.
Der Zusammenschluss der Gruppen begab sich noch zu einer letzten Abfahrt am Brunnerlift.
Hier wurde in einer einheitlichen Schlange die Piste entlanggefahren. Dabei stürzte
schließlich auch Gruppenbetreuerin M. aufgrund von „Störungen“ durch C.
Nach der Skiabgabe entschieden sich beinahe alle für das Ausnutzen der restlichen Zeit
ihres Skipasses und rodelten auf dem Gitschberg bis zur Mittelstation.
Der Tag wurde durch das Abendessen eingeleitet, mit einem Gastauftritt von Ferdinand
und der Skitaufe durch den Skigott. Die Schüler als auch die Lehrer konnten die
mitgebrachten Traditionen von Ferdinand wie den Südtiroler Speck sowie Musik in vollen
Zügen genießen und schlossen den Tag schließlich mit Spielen wie Poker ab.
Tag 6 verlief wie gehabt bis zum Frühstück, mit der Ausnahme, dass die Zimmer aufgeräumt
und die Taschen gepackt werden mussten. Trotz einer Zusicherung, dass der Bus pünktlich
um 8:15 Uhr am Hotel erscheinen sollte, kam dieser doch eine halbe Stunde zu spät.
Wochenfazit:
Nach anfänglichen Diskrepanzen in Kommunikation und Gruppendynamik schweißte die Woche
alle Schüler trotz unterschiedlicher Klassenstufen sehr zusammen. Jeder Schüler konnte
durch das Eingehen der Lehrer auf explizite Wünsche seine Motivation maximieren sowie
seinen Spaß am Ski weiter vertiefen. Am letzten Tag ging nur Gruppenleiter S. ohne
Stürze aus der Woche. Mit viel Spaß und ein wenig Trauer aufgrund des Endes der Woche
verließ das OGG Meransen.
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